
Deutsche Vereinsmeisterschaft U14 – Weimarer Team kämpft gegen Top-Teams
Vom 26. bis 30. Dezember 2024 trat die U14-Mannschaft des SSV Vimaria 91 Weimar bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft (DVM) in Heidelberg an. Mit einem Setzlistenplatz 13 und einer Durchschnitts-DWZ von 1676 startete das Team – bestehend aus Mads, Erdem, Leonas, Georg und Carlo – voller Motivation in das Turnier.
Tag 1: Anreise und erste Vorbereitungen
Die Anreise am 26. Dezember verlief aufgrund einer ICE-Verspätung länger als geplant. Nach sechs Stunden Fahrt erreichte das Team Heidelberg und stimmte sich beim Abendessen und mit Teamspielen wie Tandem- und Blitzschach auf die kommenden Runden ein.
Tag 2: Starker Auftakt
Der Turnierstart am 27. Dezember verlief vielversprechend. In der ersten Runde traf Weimar auf Einheit Bautzen und setzte sich klar mit 3,5 - 0,5 durch. Leonas, Erdem und Carlo gewannen ihre Partien, während Mads nach langem Kampf ein Remis erreichte. In der zweiten Runde am Nachmittag folgte das Duell gegen SF 59 Kornwestheim (Setzlistenplatz 4). Hier glänzte Mads mit einem Sieg gegen einen klar stärkeren Gegner, der bereits bei Europameisterschaften gespielt hatte. Erdem verlor in einem schwierigen Endspiel, während Leonas ein Remis und Georg einen Sieg beisteuerten. Endstand: 2,5 - 1,5.
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Tag 3: Rückschläge und Überraschungen
Der 28. Dezember begann mit einem schweren Match gegen den Top-Favoriten Erkenschwick. Trotz zunächst guter Ausgangsstellungen kippte das Spiel, und Weimar musste sich mit 0,5 - 3,5 geschlagen geben. Einzig Carlo holte ein Remis. Doch das Team ließ sich nicht entmutigen und zeigte am Nachmittag gegen den Drittplatzierten SC Noris-Tarrasch Nürnberg seine Stärke. Mads holte gegen den besten Spieler des Turniers (Elo 2180) ein Remis. Erdem und Leonas gewannen ihre Partien durch starke Angriffe. Nur Georg verlor knapp. Das 2,5 - 1,5 bedeutete einen wichtigen Erfolg.
Tag 4: Krankheitsbedingte Ausfälle
Am 29. Dezember stand das Duell gegen die SG Porz (Setzlistenplatz 4) an. Mads, bereits angeschlagen, verlor gegen einen Gegner, der alle Partien bis dahin gewonnen hatte. Erdem erreichte ein Remis, während Leonas und Carlo verloren. Das 0,5 - 3,5 war ein Dämpfer. Nach der Runde musste Mads krankheitsbedingt abreisen, wodurch das Team in den verbleibenden Partien geschwächt war.
In der sechsten Runde gegen die Schachzwerge Magdeburg (Setzlistenplatz 6) kämpfte das Team tapfer, doch trotz zwischenzeitlicher Gewinnstellungen bei Erdem und Carlo gingen alle Partien verloren. Das klare 0 - 4 zeigte, wie schwer der Ausfall von Mads wog.
Tag 5: Abschluss und Platzierung
Am letzten Turniertag (30. Dezember) traf Weimar auf die TSG Oberschöneweide (Setzlistenplatz 13). Carlo gewann seine Partie souverän, während Erdem ein solides Remis erreichte. Georg und Leonas spielten jedoch zu passiv und verloren. Das knappe 1,5 - 2,5 bedeutete Platz 13 in der Endtabelle.
Erfolge im Ersatzspielerturnier
Während der gesamten Meisterschaft fand zusätzlich ein Ersatzspielerturnier statt, wo Georg und Carlo dort starke Leistungen zeigten. Mit einem hervorragenden 3. Platz bewies er seine Spielstärke und rundete das Turnier für Weimar positiv ab. Sowohl Carlo als auch Georg gewannen alle ihre Partien in dem Turnier, jedoch spielten Carlo und Georg wegen dem vorzeitigen Ausfall von Mads mindestens eine Runde weniger, sodass keine höhere Platzierung möglich war.
Fazit: Starke Gegner und wertvolle Erfahrungen
Weimar musste fast ausschließlich gegen Top-Teams antreten, was vielen anderen Mannschaften erspart blieb. Dennoch gelang es dem Team, starke Gegner unter Druck zu setzen und mehrere Siege zu erzielen. Besonders hervorzuheben sind Mads' Sieg gegen einen Top-4-Europameisterschaftsspieler, Erdems kreative Angriffspartien, Leonas‘ mutige Taktikversuche, Georgs Doppelerfolg im Ersatzturnier und Carlos solide Leistungen. Der 13. Platz spiegelt nicht die Qualität der gezeigten Spiele wider, sondern unterstreicht vielmehr den harten Spielplan. Die Mannschaft sammelte wertvolle Erfahrungen und bewies ihren Kampfgeist. Mit dieser Basis kann Weimar optimistisch auf zukünftige Herausforderungen blicken. Ein großes Dankeschön gilt allen Spielern, Trainern, Eltern und Betreuern für ihre Unterstützung! Der Verein blickt stolz auf die erbrachte Leistung und das engagierte Auftreten des Teams während des gesamten Turniers. Besonders beeindruckend war der Zusammenhalt der fünf Spieler, die als enge Freunde nicht nur gemeinsam litten, sondern sich auch gegenseitig motivierten. Diese starke Teamdynamik zeigte sich in den emotionalen Momenten ebenso wie beim gemeinsamen Wiederaufbau nach Rückschlägen.
Das Ergebnis war für die Spieler zweitrangig – wichtiger war das gemeinsame Erlebnis und der Teamgeist, der sie stets zusammenhielt. Mit dieser Einstellung ist der Weg für zukünftige Erfolge geebnet. Schon im nächsten Jahr wollen wir noch stärker angreifen und zeigen, dass nur wenige Nuancen fehlten, um auch gegen die besten Teams zu punkten. Langfristig ist das Ziel klar: Ein Platz auf dem Treppchen bei einer DVM .

