Als eine der Schwerpunktaufgabe des Deutschen Schachbundes in seiner Amtszeit hat der neue DSB-Präsident Herbert Bastian formuliert, dass in der Vergangenheit beschädigte Vertrauen zwischen DSB-Führung und den Landesverbänden wieder herzustellen und mit gemeinsamen Anstrengungen den Mitgliederbestand zu stabilisieren. Unsere neue Rubrik "So sehe ich das...", in der regelmäßig die Präsidenten der Landesverbände zu Wort kommen sollen, ist in dieser Hinsicht eine Chance, in diesem Sinn positive Akzente zu setzen. Den Auftakt macht heute Diana Skibbe, Präsidentin des Landesverbandes Thüringen.
Der Landesschachverband Sachsen-Anhalt ist mit Unterstützung des USV Volksbank Halle Ausrichter der 23. Deutschen Senioren-Einzelmeisterschaft, die vom 5. bis 13. August in der Konzerthalle Ulrichskirche ausgetragen wird. Schirmherrin der Meisterschaft ist unsere Oberbürgermeisterin, Frau Dagmar Szabados, die am ersten Tag um 14.30 Uhr die Eröffnung in der Konzerthalle vornehmen wird. Angemeldet haben sich 192 Senioren, davon sind 72 Nestoren, d.h. 75 Jahre und älter. 11 Frauen bewerben sich um den Titel "Deutsche Seniorenmeisterin". Ältester Teilnehmer ist Oswald Smits (Jahrgang 1923) von den Schachfreunden Taunus. Die älteste Teilnehmerin, Elfriede Wiebke (Jahrgang 1925), kommt aus unserem Landesverband vom SV 90 Havelberg.
Archivfoto (Veranstalter): 2004 erlebte die Ulrichskirche bereits eine bemerkenswerte Seniorenmeisterschaft. Damals fand hier die 14. Weltmeisterschaft der Senioren statt.
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Logisch, dass die Mitglieder des Schachprinzenteams die Sommerferien für die Teilnahme an zahlreichen Turnieren nutzen. So waren Alexander Donchenko (Archivfoto) und Jonas Lampert in Biel beim 44. Internationalen Schachfestival unterwegs. Im stark besetzen Meister-Open, das mit 8,5 Punkten aus 11 Partien Großmeister Nu Hua aus China als alleinigen Sieger hatte, belegte das Duo mit jeweils 5,5 Zählern die Plätze 67 und 70.
Wladimir Kramnik (Foto) gewann zum 10. Mal das Sparkassen Chess-Meeting. Der 36-jährige Russe stellte damit einen Rekord für die Ewigkeit auf. Kein Spieler konnte das bedeutendste Schachgroßmeister-Turnier Deutschlands nur annähernd so oft gewinnen. Seinen ersten Sieg feierte der Ex-Weltmeister 1995 als 20-jähriger. Sechzehn Jahre später stellte er einen Rekord auf, der wahrscheinlich niemals gebrochen wird.
Ob die Veranstalter den amtierenden Schachweltmeister Viswanathan Anand bei der Jubiläums-Weltmeisterschaft (1. bis 16. August) in seiner Geburtsstadt Chennai (ehemals Madras) als Ehrengast präsentieren werden, ist wohl eher nicht zu erwarten. Dabei hat der "Tiger von Madras", wie ihn seine indischen Landsleute liebevoll nennen, eigentlich nur gute Erinnerungen an die Titelkämpfe in der Königsklasse im Nachwuchsbereich. Seit nunmehr 1951 werden von der FIDE die Juniorenweltmeister im Schach ermittelt. Bis 1973 fand die WM im Abstand von zwei Jahren statt, inzwischen trifft sich die Alterklasse U20 alljährlich, wobei es Mädchen freigestellt ist, an dieser Offenen Klasse teilzunehmen, so wie es beispielsweise 2008 die damals gerade 14-jährige Hou Yifan (27.2.1994) getan hat. Mit 9 Punkten aus 13 Partien landete sie punktgleich mit vier weiteren Teilnehmern auf Platz 3 bis 7, wobei Bronze an den Deutschen Arik Braun ging. Nur zwei Jahre später wurde die Chinesin sensationell dreizehnte und zugleich jüngste Schachweltmeisterin aller Zeiten.
Die 8. Runde des Sparkassen Chess-Meetings bot Schach vom Allerfeinsten. Alle drei Partien waren hart umkämpft und bis zum Ende spannend. Letztendlich gab es aber nur einen Tagessieger.
Interview mit A-Trainer Holger Borchers
Vom 2. bis 11. August findet im österreichischen Mureck die 9. Jugend-Meisterschaft der Europäischen Union statt. Das deutsche Quartett wird vor Ort erneut von Holger Borchers (56) betreut, der seit 40 Jahren als Übungsleiter tätig ist. "Er ist ein erfahrener A-Trainer, und ich übertrage ihm gern die sportliche Leitung für diese Meisterschaft. Seine besonderen außerschachlichen Stärken - Einfühlsamkeit und Motivation - kann er gerade dort besonders gut ausspielen", so Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler.
Vor der Abreise nach Mureck sprach ich mit Holger Borchers.
Die 6. Runde des Sparkassen Chess-Meetings 2011 sah keinen Sieger. Zwar wurden alle Partien im Schauspielhaus Dortmund ausgekämpft, doch kein Spieler war in der Lage seinen Gegner zu bezwingen.
Liem Le Quang und Georg Meier (Foto: Georgios Souleidis) beendeten als erste ihren Kampf. Der 23-jährige Trierer kam gut aus der Eröffnung und verpasste im Mittelspiel dank seiner besseren Entwicklung die Initiative zu ergreifen. Stattdessen tauschte er einige Figuren, wonach das Spiel verflachte. Sein 20-jähriger Kontrahent aus Vietnam fand einige präzise Züge und es entstand ein Turmendspiel, das beiden Seiten keine Gewinnchance bot. Remis nach 38 Zügen. "Langsam finde ich meine Form. Für mich ist es wichtig, dass ich eingespielt bin und ich hoffe, dass die groben Fehler auf die erste Turnierhälfte beschränkt bleiben", meinte der Deutsche im Anschluss.
Eigentlich war bei der 8. Mannschafts-Weltmeisterschaft im chinesischen Ningbo der Titel schon vor der ersten Runde vergeben, und es schien nur noch um die übrigen Plätze auf dem Treppchen zu gehen. Wer sollte auch Titelverteidiger Russland, der bis auf Wladimir Kramnik mit dem stärksten Aufgebot antrat, um den ersehnten Hattrick zu landen, Paroli bieten? Schon der Elo-Schnitt des Setzranglisten-Ersten mit 2752 Punkten war furchterregend. Und doch bewahrheitete sich wieder einmal die alte Weisheit, dass bei Teamwettbewerben vor allem das geschlossene Auftreten aller Spieler entscheidet nach dem Motto "Gemeinsam sind wir stark!".
Foto (Turnierseite): Ukraine gegen Armenien
Meier und Nakamura produzieren Seeschlange
Wladimir Kramnik ist beim Sparkassen Chess-Meeting 2011 nicht aufzuhalten. In der fünften Runde besiegte er Anish Giri (Foto: Georgios Souleidis) und führt zur Halbzeit mit überragenden 4,5 Punkten aus fünf Partien.
Am 6. Juli haben wir an dieser Stelle erstmals vier Beispiele aus den Landesverbänden vorgestellt, die zeigen sollten, wie unsere Verbandsmitglieder in den Vereinen mit originellen Ideen dafür sorgen, dass Schach in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen wird. Heute nun Teil Zwei mit Beiträgen aus den Bundesländern Bayern, Brandenburg, Hessen und der Hauptstadt Berlin.
Die erste bundesweite Ausgabe des kulturellen Schachmagazins KARL erschien im Juni 2001. Das war vor zehn Jahren. Mit der jüngsten Ausgabe 2/2011 ist kürzlich der 41. Schwerpunkt erschienen - und noch ist kein Ende abzusehen. Zum Jubiläum bietet die Zeitschrift ihren Lesern ein kniffliges Jubiläumspreisrätsel. Als Preis winkt zehn Teilnehmern mit der richtigen Lösung jeweils ein kostenloses Jahresabo. Die Sieger werden im Losverfahren ermittelt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Das Lösungswort, das sich aus den mit Kreisen versehenen Feldern ergibt, verweist auf KARLs Beginn und ist den wenigsten Schachspielern fremd.
Die Deutsche Schachjugend empfiehlt dringend: Terminkalender zücken und DSJ-Akademie vom 9. bis 11. September eintragen. Und dann direkt anmelden, denn die Plätze für diese Ausbildungsveranstaltung, die bereits zum fünftem Mal stattfindet sind begehrt!
Die Deutsche Schachjugend empfiehlt dringend: Terminkalender zücken und DSJ-Akademie vom 9. bis 11. September eintragen. Und dann direkt anmelden, denn die Plätze für diese Ausbildungsveranstaltung, die bereits zum fünftem Mal stattfindet sind begehrt!
TEAM-WM IN NINGBO/CHINA. Eine Vorentscheidung zugunsten des Teams aus Armenien dürfte bei der 8. Mannschafts-Weltmeisterschaft nach dem Ruhetag in den Runden 6 und 7 gefallen sein. Zunächst sorgte Levon Aronjan für den Sieg-Punkt zum 2,5:1,5 gegen Indien, und danach war es der "zurückgekehrte Sohn" Sergej Movsesjan, der in der Spitzenpaarung beim 2,5:1,5-Erfolg gegen Ungarn an Brett 2 Zoltan Almasi bezwang, während Aronjan sowie Wladimir Akopjan und Gabriel Sargissjan erneut Punkteteilungen erzwangen. Geradezu einen Einbruch erlebte dagegen Titelverteidiger Russland. Nach einem 2:2 gegen die Ukraine wurde gegen den Gastgeber, der keine Geschenke zu verteilen hatte, sensationell mit 1,5:2,5 verloren. Der Unglücksrabe bei den Russen war ausgerechnet Sergej Karjakin, der Wang Hao (Foto: Turnierseite) an Brett 1 unterlag. Mit nunmehr drei Mannschaftspunkten Vorsprung vor China und der Ukraine sollte den Armeniern der WM-Titel so gut wie sicher sein, obwohl mit der Ukraine (u.a. Iwantschuk, Eljanow, Jefimenko, Moissenko) und Aserbaidschan (Radjabow, Gaschimow, Mamedow, Mamedjarow) durchaus noch Stolpersteine warten. Die Russen stürzten dagegen auf Platz 4 ab und haben mit dem Ausgang der Mannschafts-Weltmeisterschaft nichts mehr zu tun.
Die WELT am Sonntag ist in Deutschland die meist gelesene Premium-Sonntagszeitung - und nicht zuletzt für Schachspieler von Interesse. Sie hat nämlich in ihrem Kulturbuch neben Sonntagsrätsel, Sudoku und Bridge auch eine Schachspalte. Und diese wird von Dr. Helmut Pfleger (Archivfoto) seit fast 20 Jahren betreut, dessen berühmter Vorgänger übrigens Garri Kasparow war. Der Anspruch des Facharztes für Innere Medizin und Psychotherapie ist dabei, auch die reinen Amateure unter den Lesern einzubinden und so Sonntag für Sonntag bei ihnen das Interesse am Schachspiel zu wecken.
An diesem Sonntag hat sich Helmut Pfleger, der es in der Nationalmannschaft auf 169 Einsätze brachte und damit in der "ewigen Liste" auf Rang 8 geführt wird, Herbert Bastian als Helden seiner "Sonntagspartie" auserwählt. Doch lesen Sie selbst!