Menu Content/Inhalt
Home
DVM u14w 2009
Sonntag, 3. Januar 2010

Bericht


Deutsche Vereinsmeisterschaft 2009 in der Altersklasse U14w

– Bericht des SV Schott Jena –

Als sich am 26.12. die Mädchen vom SV SCHOTT Jena - Tessa Petermann (Gastspielerin vom SV „Grün-Weiß“ Triptis), Franziska Römer, Maria Monossova, Thurid Dietzel und Maren Dietzel - als eine von zwei Thüringer Mannschaften auf den Weg nach Neumünster in Schleswig Holstein aufmachten, um bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft U14 weiblich die Farben unseres Bundeslandes zu vertreten, konnte niemand ahnen, wie sich dieses Turnier schlussendlich entwickeln würde. Die zweite Thüringer Vertretung war das Team vom SC Burgtonna, das als Nachrücker an dieser Meisterschaft teilnehmen durfte. Nach einer ziemlich langen und weiten Anreise erreichten wir schließlich die Jugendherberge in Neumünster. Dort checkten wir ein und klärten zuerst die Frage, wer mit wem das Zimmer teilt. Nachdem die Unterkünfte bezogen waren, ging es zum ersten Abendessen und für die Betreuer anschließend zur Betreuerbesprechung. Dort wurde mitgeteilt, dass bei dieser Meisterschaft die „Null- Karenz“-Regel gilt, was auch alle Beteiligten akzeptierten. Nachdem noch die eine oder andere Kleinigkeit geklärt war, kam es endlich zur Auslosung der Paarungen für Runde 1. Durch die Korrekturen in der Reihenfolge der Mannschaften kam es - natürlich, wie sollte es auch anders sein? - zum GAU: die beiden Mannschaften aus Thüringen mussten in der Startrunde gegeneinander antreten. Glücklicherweise endete die Begegnung nach jeweils einem Sieg (bei Jena von Maria, bei Burgtonna von Antonia) und zwei Remis zwischen Franziska und Laura sowie Thurid und Johanna 2:2 unentschieden, womit alle zufrieden waren, obwohl die beiden Mannschaftspunkte ja in jedem Fall nach Thüringen gegangen wären.

Gegner in der Nachmittagsrunde war dann der Hamburger SK, an dessen Spitzenbrett die Tochter des moldauischen GM Dorian Rogozenco spielte, was natürlich nach Bekanntwerden zu einem unguten Gefühl in der Magengegend führte. Aber mit viel Motivation und ordentlicher Partievorbereitung konnte am ersten Brett der Gegnerin Paroli geboten und ein Remis erzielt werden. Leider verlor die Mannschaft im Ganzen, da nur noch Maria einen Sieg erkämpfen konnte. Dadurch ließen sich die Mädchen aber nicht entmutigen.

Die Auslosung für die dritte Runde ergab den SC Untergrombach als Gegner, der leider nur mit drei Spielerinnen in diesem Turnier antreten, dafür aber am ersten Brett mit Paula Wiesner die amtierende deutsche Vizemeisterin der U10w und die Spielerin mit der höchsten ELO-Zahl im Turnier auffahren konnte. Also hatte Tessa am ersten Brett wieder eine große Last zu tragen. Über lange Zeit gelang ihr das auch. Sie stand sogar streckenweise, auch bestätigt durch ihre Gegnerin, besser, aber am Ende machte sich die größere Routine ihres Gegenübers bemerkbar und nach fast fünf Stunden Spielzeit mussten die Waffen in dieser Partie gestreckt werden. Maria konnte aber wieder gewinnen und Franziska spielte Remis, wodurch der erste Mannschaftssieg verbucht werden konnte.

In der Nachmittagsrunde gegen Grün-Weiß Dresden standen Franziska und Tessa, obwohl die Gegnerinnen die Partievorbereitungen umgingen, auf Gewinn, aber es machten sich dann bei den Mädchen nach den Anstrengungen des Vormittags verständlicherweise Ermüdungserscheinungen bemerkbar, so dass beide doch „nur“ Remis spielten. Bei Maria war die Situation noch um einiges schlimmer, denn sie stand total auf Verlust. Alle hatten sich innerlich schon mit einem Verlust abgefunden, doch ihre Gegnerin spielte plötzlich so, dass die Partie innerhalb von zwei Zügen vollkommen kippte. Maria konnte einen Freibauern bilden und zur Dame durchbringen. Das bedeutete ihren vierten Sieg und für das Team den vierten Mannschaftspunkt. Am dritten Tag ging es früh gegen die Vertretung von SF Paderborn 2000 . Leider musste in diesem Kampf die zweite Niederlage eingesteckt werden. Nur Maria konnte erneut gewinnen und Tessa erreichte Remis.

Die sechste Runde brachte als Gegner den SC Diogenes, der auch nur mit drei Aktiven antreten konnte, da die Spielerin am ersten Brett und zusätzlich auch noch die Ersatzspielerin erkrankt waren. So hatte Jena also wieder von Anfang an einen Punkt auf der Haben-Seite und alle Spielerinnen konnten locker zu Werke gehen. Maria gewann, obwohl es am Anfang nicht danach aussah, wieder ihre Partie und konnte sich plötzlich Hoffnungen auf einen Preis als beste Spielerin am dritten Brett machen. Franziska spielte Remis und damit waren wieder zwei Mannschaftspunkte auf dem Konto.

In der letzten Runde gegen den SC Bechhofen ging es dann ziemlich rasch: die Gegnerin von Thurid rannte in die vorbereitete Variante hinein und verlor sehr schnell. Maria stand nach ca. einer Stunde erneut auf Gewinn und Tessa bekam mit einer Figur mehr ein Remisgebot, was sie aber nicht sofort annahm. Stattdessen lief sie 20 Minuten zwischen ihrem und Marias Brett hin und her, um nachzusehen, wie Marias Partie ausging. Als dann klar war, dass diese sicher gewonnen wird, konnte sie, wenn auch ungern, in das Unentschieden einwilligen und so den Mannschaftssieg sichern. Damit platzierte sich der SV SCHOTT Jena nach sieben Runden auf dem 5.Platz, womit wirklich niemand gerechnet hatte. Maria Monossova wurde mit sieben Punkten aus sieben Partien - ein solches Ergebnis erreichte keine andere Teilnehmerin - die beste Spielerin am dritten Brett und bekam einen zusätzlichen Preis.

Nachdem die Siegerehrung vorbei war und man sich von allen alten und neuen Bekannten und Freunden verabschiedet hatte, ging es endlich wieder auf die Heimreise. Spät in der Nacht konnten dann die Eltern ihre total erschöpften Kinder in Empfang nehmen.
Man darf nun gespannt sein, wie sich die Mannschaft im kommenden Jahr weiter entwickeln wird. Man kann und darf auf das Beste hoffen.

M.Wolschendorf
 
< Zurück   Weiter >
designed by www.madeyourweb.com